Lochzange

Die Lochzange als historisch angehauchtes Stempelelement

Bei einer Lochzange handelt es sich um eine besondere Art von Stempel, welche historisch vor allem bei Schaffnern zum Einsatz kamen. Der Schaffner in einer Bahn markiert dabei die Fahrkarte mittels einer Lochzange, um das Fahrticket zu entwerten und somit die doppelte Nutzung einer Fahrkarte auszuschließen. Heutzutage kommen eher Stempelzangen zum Einsatz, die innerhalb von Straßenbahnen gerne noch genutzt werden.

Dies ist jedoch nur dann der Fall, sollte sich innerhalb eines Zuges oder einer Straßenbahn kein Automat zur Entwertung befinden. In Historische Bahnen finden die alten Lochzangen aber nach wie vor Verwendung.

Die Eigenschaften einer Lochzange

Die Entwertung einer Fahrkarte ist die wichtigste Eigenschaft einer Lochzange, weswegen sie auch als Schaffnerzange bekannt ist. Allerdings ist es auch möglich mit der Zange zu markieren, dass ein Zug genutzt wurde, was gerade bei einer Verspätung von großem Vorteil sein kann. Schließlich kann der Anwender in solch einem Fall eine Entschädigung ausgezahlt bekommen. Bei der Einkommenssteuererklärung hilft der Zangenabdruck des Schaffners ebenfalls. Dadurch kann der Nutzer beweisen, dass ein Zug tatsächlich benutzt und dafür wirklich Geld bezahlt wurde.

Was zeigt der Abdruck einer Schaffnerzange genau?

Da eine Lochzange größtenteils innerhalb von Straßenbahnen zur Entwertung von Fahrkarten verwendet wird, bringen sie ein dementsprechend außergewöhnliches Stempelbild mit sich:

  • Zangennummer und Zugnummer
  • Datum und Uhrzeit, in der Regel ohne Jahresangabe
  • Einsatzstelle der Lochzange
  • Neben dem Stempelabdruck befindet sich ein kleines Loch (Perforation) in der Fahrkarte
  • Erste und dritte Zahl des Zangenabdrucks sind kleiner und quer
  • Der Zugbegleiter kann ermittelt werden

Im Straßenbahn- und Fernverkehr kann es auf Seiten der Schaffner und Zugbegleiter ebenfalls zu Fehlern kommen. Sollte sich solch ein Vorfall also ereignen, können diese durch einen Lochzangenabdruck ermittelt werden. Zu früheren Zeiten enthielt ein Zangenabdruck übrigens nicht nur die Uhrzeit, sondern auch die jeweilige Tageszeit, wie morgens, mittags oder abends.

Da es schier unendliche Netze im Bereich des Bahnverkehrs zu finden gibt, kommen Lochzangen stets mit einem individuellen Aussehen daher. Dieses ist auf die Vorgaben des Straßenbahnnetzes zugeschnitten, in dem die jeweilige Lochzange zum Einsatz kommen soll.

Wo finden Lochzangen Verwendung?

Heutzutage wird auf Lochzangen weitesgehend verzichtet, da es neuere und modernere Stempelarten gibt, die für die Entwertung von Fahrkarten zur Anwendung kommen. Allerdings sind nach wie vor historische Bahnen zu finden, in denen der Schaffner mit einer Lochzange die Fahrkarte des jeweiligen Nutzers entwertet. Besondere Etiketten können mit einer Lochzange ebenfalls markiert und somit eindeutig zugeordnet werden.

In der heutigen Zeit befinden sich jedoch in vielen Bahnen bereits Automaten, die für die Entwertung einer Fahrkarte sorgen. Dementsprechend kommen Lochzangen nur noch sehr selten zum Einsatz.

Verwandte Bergriffe:

  • Stempelzange
  • Schaffnerzange
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